Die Herzklappenfehler

 

Herzklappenfehler:

Als letztes beim Herz jetzt, die erworbenen Herzklappenfehler. Die Ursachen können hier sein: Infektionen, Endokarditis, wir kennen sie toxisch aus Giften heraus und toxisch wäre im weitesten Sinn eben diese Streptokokkeninfektion und dann im Bereich der Lues, als eine spätere Folge und natürlich bei Sepsis, wenn also der Körper insgesamt überschwemmt wird mit Erregern. Wir kennen jetzt hier zwei Formen der Klappenveränderungen, erwähnt habe ich es schon, einmal die Stenose, d.h. die Klappe öffnet sich nicht komplett oder die Klappeninsuffizienz, die Klappe schließt nicht.

Mitralstenose:

Mit die häufigste Form ist die Mitralstenose, also diese Klappe zwischen linkem Vorhof und linker Kammer ist verengt, macht nicht total auf. Wir haben hier auch die Symptome die ich vorher bei der Linksherzinsuffizienz genannt habe, d.h. hier entsteht ein Rückstau zur Lunge mit der Stauungsbronchitis, mit dem Lungenödem, mit dem Asthma cardiale. Natürlich die Belastungsdyspnoe, natürlich in der Peripherie ein Sauerstoffmangel, eine Zyanose. Das kann ich hier gleich für alle Herz- Lungen- Bluterkrankungen sagen, die in der Peripherie zu einer großen und chronischen Zyanose führen. Als ein Symptom haben Sie da immer die so genannten Trommelschlegelfinger und die Uhrglasnägel. Der Sauerstoffmangel ist natürlich am intensivsten in der Peripherie. Dort ist die Durchblutung überhaupt schon am geringsten und hier kommt es dann zu Kapillarauftreibungen, zu vermehrter Kapillarbildung, damit diese Stellen überhaupt noch etwas ver- und entsorgt werden. Das führt zu diesen berühmten Trommelschlegelfingern und Uhrglasnägel. Die Mitralstenose zeigt ein klassisches Mitralgesicht, ganz auffällige zyanotische, aber rote Wangen.

Mitralinsuffizienz:

Die Mitralinsuffizienz, auch ein verhältnismäßig häufiges Geschehen, hier habe ich die Symptome wieder wie bei der Linksherzinsuffizienz. Auch hier die Klappe schließt nicht, bei jeder Kammeraktion links fließt Blut durch die insuffiziente Klappe zurück, auch hier die Lungenstauung. Die Aortenklappenstenose führt zu einer Hypertrophie des linken Herzens, die linke Kammer, insbesondere das linke Herz das sowieso schon muskelstärker ist als das rechte, muss jetzt hier gegen den Widerstand einer zu engen Aortenklappe anarbeiten, hypertrophiert damit, es kommt zu Angina pectoris ähnlichen Anfällen. Es kommt auch - wie ich bei den Herzgeräuschen schon gesagt habe - zu einem systolischen Austreibungsgeräusch. Wenn eben die linke Kammer gegen eine zu enge Aortenklappe arbeiten muss, entstehen hier Geräusche und ich finde hier auch einen Pulsunterschied rechts und links. Die Aortenklappeninsuffizienz jetzt, hier ein diastolisches Geräusch, sehr auffällig, weil eben auch hier wieder bei der Diastole, bei der linken Kammer, Blut zurückfließt welches Geräusche verursacht.

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Trikuspidalstenose - Trikuspidalinsuffizienz - Pulmonalstenose

Die Klappenveränderungen im rechten Herzen sind insgesamt seltener, wie bei der Pulmonalstenose, die fast immer angeboren ist. Bei der Rechtsherzinsuffizienz, die mit einem lauten systolischen Geräusch einhergeht, die Trikuspidalstenose, das diastolische Geräusch und die Rückstauung vom linken Herzen in den Körperkreislauf, die Trikuspidalinsuffizienz schließlich als Rechtsherzüberbelastung, auch mit dem venösen Stau in den großen Kreislauf.

 Etwas muss ich generell noch anmerkenn zu diesen Klappenveränderungen:

 Mit jedem Klappenfehler verändert sich auch die Amplitude des Blutdrucks und das soll jetzt meine nächste Aufgabe an Sie sein. Denken Sie zum Beispiel an die Aortenstenose, wie wird sich hier der Blutdruck verändern müssen und damit auch die Amplitude?

Nun, der diastolische Wert hat ja mit dem Herzen jetzt ursächlich nichts zu tun, es ist ja der Gefäßwiderstand der sich nicht verändert. Aber es kommt durch diese stenosierte Aortenklappe eben zu wenig Blut an. Ich finde hier einen geringeren systolischen Wert vor, die Amplitude wird in diesem Beispiel geringer. Merken Sie sich jetzt hier vereinfacht folgendes:

Klappenstenosen, also Klappenverengungen führen auch zu einer engeren Amplitude, während Klappeninsuffizienzen, die Erweiterung der Klappen, auch zu einer Erweiterung der Amplitude führt.

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