Herzrythmusstörungen, Reizbildungs- Reizleitungsstörungen, Bradykardie, Tachykardie.

 

Die Herzrhythmusstörungen

Die Reizbildungsstörungen

Bei den Herzrhythmusstörungen, zu denen ich jetzt komme, unterscheiden Sie bitte von der Physiologie her gesehen, die Reizbildungs- und die Reizleitungsstörungen.

Reizbildungsstörungen, hier habe ich einmal die Sinustachikardie.  Erinnern Sie sich? Der Sinusknoten, hier der physiologische Schrittmacher des Herzens, der jetzt hier bei der Sinustachikardie in der Minute statt 60 - 80 mal, 100 und mehr Impulse selbst bildet. Die Sinusbradikardie, von der spricht man, wenn deutlich weniger als 60 solcher Erregungen gebildet werden. Dann kennen wir noch die Sinusarrhythmie, bei der dieses Zusammenspiel nicht funktioniert, dass Reize vorzeitig gebildet werden, dass es zu mehreren Reizen hintereinander kommt. Das bringt mich auch zur Extrasystolie,  eine vorzeitige Reizbildung. Ich erinnere noch einmal, das Pulsdefizit, hier kann es entstehen, dass das Herz öfters schlägt, sich dazwischen nicht füllt und eben der Herzschlag nicht als Pulswelle palpiert werden kann. Dann haben wir an großen Geschehen einmal das Vorhofflattern, so 200 - 400 Systolen werden da gebildet in der Minute und als schlimmste Form das Vorhoffflimmern, Kammerflimmern. Von Flimmern spricht man dann, wenn mehr als 600 Frequenzen gebildet werden, man hat schon 1000 und mehr Frequenzen hier beobachtet. Das führt natürlich dann unmittelbar zum Herzstillstand weil es hier zu keinem Auswurf mehr kommen kann.

Die Reizleitungsstörungen:

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Reizleitungsstörungen dagegen wären einmal der Sinuaurikuläre Block, also eine Blockierung der Reizleitung zwischen Sinusknoten und AV-Knoten. Als nächstes dann der AV-Block oder der Schenkelblock. Ursachen für diese Reizbildungs-  Reizleitungsstörungen können sein: Infektionen. Denken Sie aus dem meldepflichtigen Bereich hier an Typhus zum Beispiel. Typhus der hier paradox reagiert. Der ein hohes Fieber hat, aber dabei eine Bradykardie aufweist. Das passt nicht zusammen. Fieber bedingt in der Regel eine Tachykardie, aber hier ist eben das Herzkreislaufzentrum durch Toxine gestört. Dann, Infarkt kann eine Ursache sein für diese Herzrhythmusstörungen, eine Myokarditis, Elektrizität - der Tod durch elektrischen Strom - führt zu Herzflimmern. Dann Vergiftungen, Elektrolytstörungen wie übermäßiges Schwitzen, wie Diarrhoe oder wenn insgesamt zu wenig Elektrolyte aufgenommen oder zu viel ausgeschieden werden.

herzrythmusstoerungen Bradykardie:

Die häufigsten Herzrhythmusstörungen werden Bradykardie und Tachykardie sein. Die Bradykardie, also die verminderte Herzfrequenz finden Sie beim Vagotoniker. Das Herz wurde ja vegetativ angepasst in der Form, dass der Sympathikus es anregt und der Parasympathikus, der Vagus, es bremst.  Wenn Sie einen Menschen vor sich haben, der chronisch im Vagustonus ist, dann hat er auch eine Bradykardie. Dann der Sportler wird eine Bradykardie haben. Für den ist das dann eine Reserve in der Leistung.

Dann Reizbildungs- Reizleitungsstörungen führen zur Bradykardie, wie wir eben schon gehört haben. Bitte denken Sie auch daran, jede Hirndrucksteigerung, also jeder Tumor, jede entzündliche Erkrankung im Gehirn oder an den Menningen führt zu einer Bradykardie und nicht zu vergessen, iatrogen, durch den Arzt verursacht. Digitalis als Mittel der Wahl bei schwerer, dekompensierter Herzinsuffizienz, wirkt ebenfalls Herzfrequenz senkend. Symptome einer solchen pathologischen Bradykardie sind Schwindel, Beklemmung, Dyspnoe, besonders natürlich bei Belastung und wir kennen hier den großen bradykarden Anfall noch, den Adam-Stokes-Anfall. Blässe, Schwindel, Rhythmusstörung, zerebrale Hypoxie.

Die Tachykardie:

Das Gegenteil, die Tachykardie. Wir finden Sie beim Sympathiekotoniker, der Mensch der immer im Stress ist oder sich immer im Stress fühlt. Wir finden sie bei Fieber, finden sie als Kompensationsmechanismus bei der Herzinsuffizienz. Auch Reizbildungsstörungen führen dazu, ich habe die Sinustachykardie auch genannt. Myokarditis, der paroxysmale Anfall, wo plötzlich die Frequenz auf 180 - 200 Schläge pro Minute hochgeht. Symptome auch hier: Beklemmung, Schwindel, Kopfschmerz, Angst, Schwitzen.

 

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